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Die Welt der Bücher

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Ist der Tod des gedruckten Buches in Sicht?

Das Ebook erobert den Markt im Sturm. Längst bietet nicht mehr nur Amazon die Möglichkeit, die komplette Buchsammlung in einem kleinen Gerät mitzuführen, welches in jede Handtasche passt. Diverse Verlage sind diesem Wandel zum Opfer gefallen und schließen ihre Türen endgültig zu.

Bei einer Vielzahl von Verlagen wird die Botschaft verbreitet, dass unaufgefordert zugesandte Manuskripte nicht mehr im Verlagsprogramm berücksichtigt werden können. Jungautoren gehen neue Wege und veröffentlichen ihre Bücher selbst und ohne große Werbekampagnen über Mundpropaganda und Facebook. So stellen wir uns die Frage: Wird das Ebook am Ende eine Gefahr für unser Taschenbuch darstellen?

Das scheint derzeit nicht zur Debatte zu stehen.
Solange Schreiberlinge wie King, Rowling und Follett noch mit einem Verlag zusammenarbeiten, sind deren Einnahmen gesichert. Außerdem hätte der Herr King mit Sicherheit viel Arbeit daran, sich um die Übersetzung seiner Werke in diverse Sprachen zu kümmern und den Vertrieb vom heimischen Telefon aus zu organisieren. Aber dennoch zeichnet sich ein Wandel in der Welt der Unterhaltungsliteratur ab. Musste ein neuer Autor vor fünfzehn oder zwanzig Jahren noch einen Vertrag unterschreiben, der ihn zu fünftausend Euro Selbstbeteiligung an den Druckkosten verpflichtete, um sein Buch gedruckt zu bekommen, gibt es heute andere Wege. Neueinsteiger unter den Autoren besitzen nun Möglichkeiten der Veröffentlichung, die ihnen vor zwanzig Jahren noch nicht gegeben waren. Diese werden auch von immer mehr Autoren entdeckt.

Der Print-On-Demand-Service erfreut sich an wachsender Beliebtheit, wobei die Bücher erst auf Nachfrage gedruckt werden. Die Wartezeiten hier liegen allerdings nur unwesentlich über denen bereits eingelagerter Bücher. Somit bietet der Service eine echte Alternative zum Selbstkauf hunderter Exemplare auf eigenes Risiko. Ein Ebook kann meist völlig kostenfrei erstellt werden und die Plattform nimmt lediglich eine Servicepauschale pro Download. Hier liegt das Risiko des Autors also bei Null, wenn wir die Zeit außer acht lassen, die er zum Schreiben benötigt.

Fazit
Der Weg des Buches hat sich verändert. War der Autor früher auf den guten Willen eines Lektors angewiesen, kann er heute einen großen Teil der Arbeit in Eigenregie leisten. Das betrifft die Veröffentlichung genau so wie die Verbreitung. Einige Teile der Verlagsarbeit allerdings bleiben dabei möglicherweise auf der Strecke. So besitzt ein geübter Schreiber nicht zwangsläufig auch Qualitäten im Korrigieren, im Auffinden logischer Fehler oder im grafischen Design eines aussagekräftigen Covers. Genau das ist ja normalerweise die Arbeit eines Verlags: die Perfektion des Manuskripts, welches der Autor geliefert hat.

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